Dunshane

Ferelden, 09:30:04:14

Der Strahlen der Morgensonne fand die tapferen Recken tief in den Fängen von Bruder Schlaf. Einzig Berdraig hielt Wache über seine Gefährten.

Die Sonne stand schon im Zenit als die ersten erwachten und nun gönnte sich Berdraig die wohlverdiente Ruhe.
Der Tag schritt voran ohne besondere Vorkommnisse. Das Fleisch dörrte über dem Feuer, Galwen kümmerte sich um seine Rüstung und Waffen, Cailinn fröhnte wieder der magischen Fischerei und Tavish wachte über das geruhsame Treiben aus einem Baum.
Als der Avvar wieder erwachte trieb es auch ihn zum Fluß, wo er mit einem Speer seinen Teil für das abendliche Mahl hinzufügte.
Die Nacht verlief ruhig und so machten sich die wackeren Gefährten des Morgens auf den Weg nach Dunshane, dem Heimatdorf von Ser Talin. Dieser war mittlerweile soweit genesen das er selbst gehen konnte und so wurde ein Teil der Trage von Berdraig kurzerhand in einen Tragestab umgewandelt.
Die Reise nach Dunshane verlief ohne weitere Begenungen oder Hindernisse, und so kamen die tapferen Recken am frühen Abend des achten Tages im Heimatort von Ser Talin an.

Über dem Dorf lag eine ungewöhnliche Ruhe und die wenigen Strassen waren menschenleer. Ser Talin’s Blick wurde sorgenvoll und die Gefährten hielten ihre Waffen bereit.
Zielstrebig ging der Ritter durch das Dorf auf den kleinen Hügel zu auf dem sein Haus lag. Als er diesen zur Hälfte erstiegen hatte, öffnete sich die Türe und seine Gemahlin Arianne stürmte heraus und warf sich ihm in die weit geöffneten Arme. Beide waren überglücklich, jedoch kehrte die Sorge rasch auf das Gesicht des Ritters zurück als er fragte wieso es im Dorfe so gespenstisch ruhig sei.

Arianne’s Miene wurde nun auch sorgenvoll und ganz die Gastgeberin bat sie erst einmal die Gefährten ihres Gemahles in das Haus. Dort angekommen sorgte sie für Getränke und danach gesellte sich Arianne dazu.
Sie berichtete mit schreckgeweiteten Augen von einem Angriff der in der vergangenen Nacht das Dorf und seine Bewohner heimgesucht hatte. Untote Kreaturen waren es gewesen, die Angst und Schrecken verbreitet hatten … und auch das Leben einer ganzen Familie auslöschten.
Die restlichen Bewohner wehrten sich tapfer gegen die Skelette und Leichen, welche sich mit dem Morgengrauen zurückzogen.

Der Blick Ser Talin’s war während dieses Berichts noch sorgenvoller geworden. Nach einer kurzen Pause wandte er sich an seine Lebensretter und bat diese ihm und den Bewohnern seines Dorfes in der folgenden Nacht beiseite zu stehen. Viel konnte er ihnen dafür nicht bieten; die Reparatur von Ausrüstung, ein wenig Geld und Verpflegung. Dies war den tapferen Recken jedoch genug und sie willigten ein.

Es wurde beschlossen eine Versammlung der Dorfbewohner einzuberufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Während der Ritter, seine Frau und deren Diener die Dorfbewohner benachrichtigten, wollte Galwen sich mit dem hiesigen Schmied unterhalten, welcher auch ein Zwerg war. Der Avvar und die beiden Elfen machten sich auf zum Friedhof um die Gräber zu begutachten.

Nach einer kurzen Vorstellung und ein wenig Geplauder, machten sich beide Zwerge auf zu der Versammlung. Es ging relativ ruhig zu, auch wenn einige Bauern zuerst ihre Behausungen nicht verlassen wollten. Letztendlich siegte die Vernunft und es wurden Aufgaben verteilt um die Taverne wehrbar zu machen.
Die Männer gingen in den nahen Wald um Bäume für Barrikaden zu schlagen, die Frauen brachten soviel Holz wie möglich von den einzelnen Häusern und Gehöften zur Taverne und die älteren Kinder sammelten zusätzlich noch Reisig. Aus den Baumstämme, Heuwagen und Karren wurden schließlich Barrikaden gebaut und vor diesen grosse Scheiterhaufen errichtet.

Berdraig, Cailinn und Tavish untersuchten währendessen den Friedhof und überprüften ob die frischen und alten Gräber noch intakt waren. Sie fanden nichts ungewöhnliches und statteten danach der Mutter Oberin einen kurzen Besuch ab.
Hernach suchten die Drei nach Spuren der Angreifer und folgten diesen ein gutes Stück weit. Tavish blieb als Wache eine halbe Stunde vom Dorf entfernt, der Avvar und die Magierin kehrten ins Dorf zurück um bei den Vorbereitungen zu helfen.

Die Nacht brach herein und das einzige Geräusch weit und breit war ein stetes Hämmern, welches aus der Schmiede herausklang. Der Zwerg Galwen hatte den Schmied um Benutzung seiner Esse gebeten und nutzte die Zeit des Wartens um ein Versprechen einzulösen das er Cailinn gegeben hatte. Er schmiedete ihr einen neuen Zauberstab, da ihrer vor kurzem zerbrochen war.

Als die Geisterstunde hereinbrach wurde Tavish in seiner Meditation von der eisigen Kälte der Untoten gestört und so machte er sich fluchs auf den Weg ins Dorf um deren Ankunft zu vermelden.
Die Feuer wurden entzündet und die Dorfbewohner bereiteten sich auf den Kampf vor.
Die Schlacht war hart, jedoch siegreich. Es gab ein einziges Opfer auf Seiten der Dorfbewohner zu beklagen, der Rest war mehr oder minder unversehrt.
Auch die tapferen Recken hatten Blessuren davon getragen, zumindest der Zwerg und der Avvar, da beide sich im dicksten Getümmel aufgehalten hatten.

Die Bewohner des Dorfes als auch der Ritter waren über den Ausgang des Kampfes erfreut. Es wurden Wachen bestimmt und der Rest gönnte sich nun die wohlverdiente Nachtruhe, so auch unsere Helden.

Am nächsten Morgen bat Ser Talin die Gefährten zu einem Gespräch. Er war überzeugt das irgendetwas diese Angriffe verursachte und sie erst enden würden, wenn dieses etwas zur Strecke gebracht ward.
Da der Ritter um die Kampfesfähigkeiten der Gruppe wußte, bat er sie den Ursprung der Angriffe zu finden und diesen zu beseitigen.

Abermals willigte die Gruppe ein und so machten sie sich gegen Mittag auf, um den neuen Spuren der Angreifer zu folgen. Diese führten auf den Western Highway und ein Stück weit in Richtung Redcliffe, bis sie plötzlich von der Straße abwichen und in Richtung eines Hügels führten.
Als die wackeren Helden diesen Hügel erklommen hatten sahen sie in nicht allzu weiter Entfernung ein verlassenes Gehöft liegen … und die Spuren führten darauf zu.

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Der Tag danach …

Ferelden, 9:30:04:13

Lothering wurde von der dunklen Brut überfallen und dem Erdboden gleichgemacht.

Überlebt haben das Gemetzel nur wenige tapfere Recken:

– Galwen Caridin, ein zwergischer Schmied auf Wanderschaft
– Berdraig Stormcrowhold, ein etwas ungehobelter Avvar-Barbar
– Caillin, eine elfische Zirkelmagierin ohne Wachpersonal
– Tavish Malanthir, ein elfischer Elf aus Gwaren

Auf der Suche nach weiteren Überlebenden wurde nur noch ein schwer verletzter und bewusstloser Ritter gefunden, der direkt von Caillin notdürftig versorgt wurde.
Galwen und Berdraig feuerbestatteten die Opfer, was eine Horde Riesenratten auf den Plan rief. Diesen wurde allerdings, hauptsächlich von den beiden Aushilfsbestattern, ohne großen Federlesens zügig der Garaus gemacht.
Nachdem die Wunden der beiden Rattentöter von Caillin versorgt waren, erzählte der erwachte Ritter den tapferen Recken, dass sein Name Talin Ruckhannon sei. Er und weitere Ritter wurden ausgesandt, um ein Heilmittel für seinen Arl zu finden. Dieser ist schwer erkrankt und alle Heilungsversuche schlugen bisher fehl. Die einzige Hoffnung besteht nun darin, etwas von Andrastes Asche zu finden.
Da er seine Mission so schwer verletzt nicht fortsetzen kann, hat er die tapferen Recken gebeten, ihn zurück in seinen Heimatort Dunshane, im Süden des Calenhad-Sees zu bringen.
Die tapferen Recken bauten eine Trage zusammen, um Ritter Talin besser transportieren zu können. Berdraig nahm diese dann auf und gemeinsam zogen sie los.
Die Vorräte der tapferen Recken waren nicht sehr üppig und der Heimatort des Ritters mehrere Tage entfernt, weshalb gegen Nachmittag in einem Wald ein Lager aufgeschlagen wurde, um jagenderweise die Vorräte aufzustocken.

Caillin versucht ihr Glück im nahen Fluss und rückte mit magischen Mitteln dem dort beheimateten Fischbestand auf die Pelle, mit Erfolg! Sie konnte drei Fische erbeuten, die des Abends dann auch munter verspeist wurden.

Tavish ging mit Pfeil und Bogen auf die Pirsch bzw. einen Baum. Dort verharrte er eine Zeitlang, bis eine unbedarfte Hirschkuh nichts ahnend des Weges kam.
Zwei Pfeile später ward die Ahnungslose erledigt und wurde im Lager vom barbarischen Berdraig fachgerecht zerlegt und zur weiteren Verarbeitung zu Dörrfleisch bestimmt.
Nach dem opulenten Mahl wurden die Wachen eingeteilt und die Nacht begann.

Mitten in der Nacht, während Tavish die zweiten Wache hielt, schlich sich ein Rudel hinterhältiger und eklig anzusehender Blight-Wölfe an. Das taten sie so “leise” und “unauffällig”, dass der wachhabende elfische Elf nicht den Hauch einer Chance hatte, seine Gefährten zu warnen.
Als die Wölfe dann quasi schon im Lager standen, stand allerdings auch Zwerg Galwen wie eine Eins und machte sich frohgemut ans Werk.
Dem überraschenden Überfall zum Trotz schlugen sich die tapferen Recken wahrhaft tapfer und überlebten den Kampf, wenn auch hauptsächlich aufgrund der überragenden Kompetenz des Herrn Galwen.
Nachdem diese Bedrohung nun überwunden war, wurden die teilweise recht angeschlagenen tapferen Recken, allen voran der barbarische Berdraig, von Caillin angemessen verarztet. Die restliche Nacht verlief ohne besondere Vorkommnisse.

To be continued…